Ephesos bis Bodrum



Ephesos - Die Stadt der grossen Mütter


Theater von Ephesos

Das antike Ephesos liegt bei der Kreisstadt Selcuk. Die frühesten Siedlungen von Anatoliern und mykenischen Griechen (Jungstein- und Broncezeit) entstanden beim Hügel von Selcuk, wo - damals noch am Meer - das Heiligtum einer kleinasiatischen Muttergottheit stand. Um 1000 v.Chr. liessen sich griechische Siedler bei dem westlich gelegenen Panayir Dagi nieder. Der Lyderkönig Kroisos zwang gegen 560 v.Chr. Griechen und Anatolier zum Zusammenleben in einer gemeinsamen Stadt beim Artemistempel. Nach der Verlandung des Hafens verlegte Lysimachos die Stadt zu Beginn des 3. Jhs. v.Chr. auf die Westseite des Hügels, wo sie sich zu einer Metropole der antiken Welt entwickelte. In der Spätantike verlagerte sich das Zentrum zurück zum Ayasoluk, wo Kaiser Justinian (527-565 n.Chr.) eine Basilika für den Evangelisten Johannes erbauen liess. Als im frühen Mittelalter der Hafen völllig versandete, verödete die Stadt. Ephesos war vor allem ein religiöses , administratives und kulturelles Zentrum.
Johanneskirche, Artemistempel, Museum, Kuretenstrasse mit Hadrianstempel und Hanghäusern, Celsusbibliothek, Agora, Theater, Marienkirche, Stadion, mehrere Gymnasien und Thermen, Meryemana


Millawanda / Milet


Delfinrelief von Milet

Millawanda, rund 38 km südlich von Söke bei dem Dorf Balat, war bis 494 v.Chr. die bedeutendste griechische Stadt Kleinasiens. Die bis in das 4. Jht. v.Chr. zurückreichende anatolische Siedlung entwickelte sich schon in der Broncezeit zu einer wichtigen Hafenstadt, um die sich Kreter, Mykener und Hethiter stritten. Im 7. und 6. Jht. v.Chr. war der Ort ein Wirtschaftszentrum Kleinasiens und kolonisierte weite Teile des Schwarzmeerraumes. Milesische Wissenschaftler legten die Grundlagen abendländischen Denkens. Im Ionischen Aufstand zerstörten die Perser 494 v.Chr. die Stadt. In hellenistischer und römischer Zeit konnte sie ihre alte Bedeutung nicht zurückgewinnen. Die Verlandung des Golfs von Milet machte die Stadt in der Spätantike zur Binnenstadt, die allmählich verödete.
Römisches Theater, Marmorstrasse, Nord- und Südmarkt, Buleuterion, Tempel des Apollon, Delphinios, Serpistentempel, Thermen


Didyma, Orakel aus dem Riesentempel


Südwand des Apollon Tempels

Eine "heilige Strasse" verband Milet mit dem 18 km südlich liegenden Tempel des Apollon von Didyma. Nach Delphi war er die wichtigste Orakelstätte der griechischen Welt. Dem Mythos nach hatten Zeus und Leto hier die göttlichen Zwillinge Artemis und Apollon gezeugt. Tempelbauten sind seit dem ausgehenden 7. Jht. v.Chr. nachgewiesen. Im Ionischen Aufstand (494 v.Chr.) zerstörten die Perser das Heiligtum. Nach der Eroberung durch Alexander den Grossen begann man mit dem Bau eines gigantischen Tempels, der jedoch, unter anderem aus Geldmangel nie fertiggestellt wurde. In seinem offenen Innenhof wurden die Orakel gewonnen.



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