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Adriawinde |
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Jugo
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Die Wetterverhältnisse an der Adria und nicht zuletzt auch der Lebensalltag an der Küste selbst unterliegen in so hohem Maße dem Einfluss charakteristischer Winde - vor allem der Bora und dem Jugo -, dass selbst bei völliger Windstille das Lebensbarometer an der kroatischen Küste „auf Sturm" stehen kann: Je nachdem, wie sich die menschlichen Geschicke im Alltag fügen, droht gemäß dem Sprachgebrauch der Einheimischen von irgendwoher die über alles hinwegfegende Bora oder aber der Jugo, der die Tiefen der Seele aufwühlt... Im Laufe der Zeit diktierten die adriatischen Winde ebenso die in diesen Breiten übliche Bauweise, was den historischen Küstenstädten und Ortschaften ihr spezifisches Gepräge verlieh. Natürlich musste man sich auch im Schiffsbau nach den hier herrschenden Wind und Seeverhältnissen richten. Und nicht zuletzt lernte man die Kraft der Winde auch zu nutzen, um Schiffsreisen zu beschleunigen, wobei es sich mit manchen Winden leichter, mit manchen schwerer segelte - ganz zu schweigen von denen, die unerbittlich ihre Opfer forderten.
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Tramontana |
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Dieser Wind weht von Norden und kündigt die Bora an, deren Eigenschaften er teilt, besonders die schneidende Kälte und die launischen Böen. Im Unterschied zur Bora hält die Tramontana nicht lange an, oder besser gesagt: Sie erstarkt und schlägt dann in eine richtige Bora um. Mitunter wird die Zwischenrichtung NNE als „Gregotramontana" bezeichnet.
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Bora |

Bora (Bild yacht.de)
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Die Bora ist ein kalter, starker und böiger Wind, der sich das ganze Jahr über im Bereich der adriatischen Ostküste bemerkbar macht und aus dem nordöstlichen Quadranten weht. Am stärksten wirkt sich die Bora unterhalb der zum Meer hin steil abfallenden Küstengebirge aus: Hier entwickelt sich die Bora zu einem Fallwind, dessen kalte Luftmassen mit großer Geschwindigkeit über Gebirgssattel, Geländeeinschnitte und Abhänge hinwegfegen und mit Ungestüm und wildem Heulen auf den Uferstreifen und das Meer hinabstürzen. Mit ihren heftigen Böen ruft die Bora auf dem Meer kurze, hohe und steile Wellen hervor, die im Schiffsverkehr große Schwierigkeiten bereiten. Von den Wellenkämmen wird das Wasser in feinsten Tröpfchen zerstäubt und übers Meer getragen (Sprühnebel, von den Einheimischen ,fumarela' genannt), was die horizontalen Sichtverhältnisse erheblich beeinträchtigen und die Navigation zusätzlich erschweren kann. Im Gipfelbereich der Küstengebirge, von dessen Kämmen die kalten Luftmassen herabkommen, ist vor Einsetzen der Bora als sicherer Vorbote eines Wetterumschwungs die Bildung eines charakteristischen Wolkenbandes zu beobachten.
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Bora
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Auch im südlichen Teil der kroatischen Adriaküste kann starke Bora auftreten, insbesondere bei Split (unterhalb des Klis-Passes /Kliska vrata/, bei Kastela und Solin), in der Gegend von Omis, Vrulje und im Raum Makarska, im Bereich der Neretva-Mündung, in der Zuljana-Bucht (Halbinsel Peljesac, im N W des Kanals von Mljet) sowie in der fjordähnlichen Bucht Rijeka Dubrovacka westlich von Dubrovnik. Im Süden tritt die Bora jedoch in der Regel seltener auf und dauert kürzer. Gut geschützt vor der Bora sind folgende Küstenbereiche: Westküste Istriens, die südlichen Ufer der zum offenen Meer gekehrten Inseln (v.a. Dugi otok, Lastovo und MljeY), der Kanal zwischen Zadar und Ugljan, zumTeil auch die Südküste von Hvar (zwischen Rt Pelegrin und Sveta Nedilja) sowie die südlichen Ufer von Brac, Šolta und Vis.
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Bora im Velebit-Kanal
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Der nördliche Teil der kroatischen Adria ist den ungestümen Launen der Bora mehr ausgesetzt als andere Küstenbereiche. Dies gilt vor allem für Senj (unterhalb des Vramik-Passes) und die gegenüberliegende Durchfahrt zwischen dem Südostzipfel von Krk und dem Inselchen Prvic (Senjska vrata), aber auch für den gesamten längs des Velebit-Gebirges verlaufenden Bereich (Velebitski kanal); außerdem für die vor der Nordost-Küste von Krk liegende Durchfahrt (Vinodolski kanal), für die Bucht von Rijeka (Rijecki zaljev) und die nördlichen Ufer der Inseln Krk, Rab und Pag sowie für die enge Durchfahrt, die den Velebit-Kanal mit dem an seinem östlichen Ende liegenden Meerbusen Novigradsko more verbindet; betroffen ist auch die norddalmatinische Stadt Sibenik mit Umgebung. Die Bora manifestiert sich am stärksten an den dem Meer zugewandten Hängen der Küstengebirge, vom Gipfelbereich mit den Pässen bis zur Sockelzone; auf ihrem Weg zum offenen Meer tobt sie sich aus und wird zunehmend schwächer.
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Jugo |

Jugo (Bild yacht.de)
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Der im Adriaraum wehende Jugo (dt. Süden) kommt aus südöstlichen (SE) Richtungen. Er ist auch unter den Namen„ Silok" und „giroko" bekannt; ortsweise sind auch andere Bezeichnungen in Gebrauch. Dieser Wind durchquert den Mittelmeer- und den Adriaraum in einer langen geschlossenen Front und versetzt das Meer in starke Bewegung. Weitere Begleiterscheinungen sind eine stark konzentrierte Luftfeuchtigkeit und dunkle, hoch aufgetürmte Regenwolken, die in der Regel nicht lange auf sich warten lassen. Jedoch nicht immer ist der Jugo von einer Bewölkungszunahme und Regenfällen begleitet - man unterscheidet zwischen einem Zyklonal- und einen Antizyklonal-Jugo.
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Maestrale |

Maestrale (Bild Yacht.de)
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Etesien und Zmorac rufen an der adriatischen Ostküste einen mäßig bis stark wehenden Wind hervor, der unter dem Namen Maestrale bekannt geworden ist. An der Nordadria wird seine Entstehungsrichtung sehr stark von dem Zmorac, einem vom Meer in Festlandrichtung wehenden Aufwind, beeinflusst. Weiter südlich und in größerer Entfernung zum Festland steht der Maestrale unter dem Einfluss der sommerlichen Etesien und weht aus N bis NW Er setzt in den Vormittagsstunden, zwischen 10 und 11 Uhr ein und endet bei Sonnenuntergang. Vor allem Segler lieben diesen Wind, der beständig und aus gleichbleibenden Richtungen weht; nur selten ist mit größeren Windstärken zu rechnen (max. 6 Bft.). In den Durchfahrten von Zadar, Vis und Korčula (Zadarski kanal, Viški k., Korčulanski k.) macht sich der Maestrale häufiger und stärker bemerkbar. Bleibt er aus, ist normalerweise nach einem windstillen Tag mit Winden aus südlichen Richtungen und einer Wetterverschlechterung zu rechnen.
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Weitere Beschreibungen |
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Es können hier nicht alle Winde und Brisen, die im Adriaraum wehen, vorgestellt werden. Weiterführende Beschreibungen finden Sie auf dem folgenden pdf-Dokument, das für Sie zum Download bereit steht: Adriawinde (pdf-Dokument) [58 KB]
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Druckbare Version
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