Korsika

Korsika gehört zwar politisch zu Frankreich, geografisch aber eher zu Italien, da es nur wenige Seemeilen von der Toskana entfernt ist. Die windgepeitschte Strasse von Bonifacio trennt die etwa 8680 km2 grosse Insel von Sardinien. Zu den wichtigesten Ferienzentren zählen Ajaccio und Bastia. Das Rückgrat der Insel bildet ein zentrale Bergkette, deren höchster Gipfel, der Monte Cinto, 2706 Meter erreicht. Sie verläuft von Calvi im Nordwesten bis Porto-Vecchio im Südosten und unterteilt die Insel in zwei Regionen. Korsika ist ein Paradies für Sonnenhungrige und Wasserratten. An der insgesamt 1000 Kilometer langen Küste findet sowohl der Segler seine Bucht als auch der Strandfan ein ruhiges Plätzchen.


Allgemeines

Die Kontinentalverschiebung verlegte Korsika von der Küste der Provence langsam an seine heutige Position im nördlichen Tyrrhenischen Meer, einen Katzensprung von der Côte d'Azur und der Toskana entfernt. Korsikas Faszination basiert nicht zuletzt auf seiner üppigen Vegetation im von reissenden Wildbächen durchschnittenen Landesinnern. Die Bäche zeugen davon, dass hier schwerere Regenfälle niedergehen als auf anderen Mittelmeerinseln. Nicht minder attraktiv ist das grossartige Meer rund um die Insel, das Reisende aus der ganzen Welt anlockt. Doch selbst in der Hochsaison finden sich an der stark frequentierten Küste abgeschiedene, nur per Boot erreichbare Buchten.
Nur zwei Fährstunden von Livorno entfernt und in nächster Nähe zu Korsikas Bergwelt liegt Bastia. Die Region im Norden ist eine Welt für sich und mehr mit Pisa, Marseille, Genua und Livorno verbunden als mit dem Rest der Insel.


Ajaccio und die Westküste

Vom Wind gepeitschte, rau verwitterte und schroff aufragende Felsen, weisse Sandstrände zwischen roten Granitklippen: Korsikas wilder Westen bietet eine atemberaubende Naturlandschaft. Die drei Meerbusen von Porto, Sagone und Ajaccio gliedern die wild zerklüftete Westküste, die sich erhbeblich von der sanft geformten Küstenlinie des Ostens unterscheidet. Ajaccio, die Hauptstadt von Corse-du-Sud ist v.a. mit seinem berühmtesten Sohn verbunden: Napoleon Bonaparte. Der Wilde Westen bietet eine herrliche Küste und eine der schönsten Unterwasserwelten im Mittelmeer. Neben den Festungen, die die Häfen bewachten, hinterliessen die genuesischen Herrscher auf Korsika noch weiter Symbole: 67 Küstentürme, die im frühen 16. Jahrhundert auf der ganzen Insel errichtet wurden. In der Regel enthielten die Türme Lager und eine Zisterne, in der Regenwasser gesammelt wurde. Vor den roten Felsen der Réserve Naturelle de Scandola ist Ankern verboten.


Bonifacio und der Süden

Die Bucht mit den Klippen, auf denen die trutzigen Wehrmauern der alten genuesischen Oberstadt stehen, ist idealer Ausgangspunkt dür Bootsfahrten entlang der weissen Steilküste. Das südliche Korsika gliedert sich in zwei sehr unterschiedliche Regionen. An der Südküste locken kleine Buchten, ruhige Strände und steile Felsklippen. Die ersten Meeresschutzgebiete für die Küsten Südkorsikas wurden Anfang der 1980er Jahre eingerichtet. Heute umfassen sie die Inseln Lavezzi, Bruzzi, Monaci und Cerbicale. Selbst Berufsfischer müssen strengste Vorschriften einhalten. Die steten Winde machen die Strasse von Bonifacio zum Seglerparadies. Ohne Unterlass pflügen hier die Yachten durch die Wellen.


Die Ostküste

Durch die Strasse von Bonifacio, das windsicherste Gebiet des Mittelmeeres genannt, gelangt man an die Ostküste, die ab Porto Vecchio im Gegensatz zur Nord-, West- und Südküste wenig abwechslungsreich ist.


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